Regretting Motherhood: Warum du keine schlechte Mutter bist, wenn du dich nach Ruhe sehnst

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Wenn du dich auf Montag freust, nur um endlich Ruhe zu haben ist dieser Beitrag für dich

Wenn du dich auf Montag freust, nur um endlich Ruhe zu haben – dann ist dieser Beitrag für dich.

Es gibt Gedanken, die kaum jemand ausspricht. Sie zeigen sich leise, wenn du nachts übermüdet im Dunkeln sitzt, wenn der Alltag dich mal wieder überrollt oder wenn du dich selbst zwischen Windeln, Terminen und Dauerfunktionieren verloren hast.

Vielleicht kennst du diesen einen Satz, der so weh tut, dass du ihn tief in dir versteckst: „Ich liebe mein Kind, aber manchmal bereue ich das Muttersein.“ Dieser Zustand hat einen Namen: Regretting Motherhood. Es ist kein Zeichen von Herzlosigkeit, sondern ein Notsignal deines Nervensystems. In diesem Artikel erfährst du, warum du mit diesen Gefühlen nicht allein bist und wie du den Weg aus der Erschöpfung zurück in deine Balance findest.

Wenn Überforderung zum Normalzustand wird: „Ich funktioniere nur noch“

Viele Frauen, mit denen ich bisher gearbeitet habe, beschreiben ein Gefühl der inneren Leere. Sie sind ständig gereizt, angespannt und haben das Gefühl, dass alle anderen das Muttersein „besser“ hinkriegen.

Vielleicht fragst du dich: „Bin ich eine schlechte Mutter, weil ich mich so fühle?“ Die Antwort ist ein klares Nein.

Du bist ein Mensch mit einem Nervensystem, das an seine Grenzen gestoßen ist. Wir leben in einer Gesellschaft, die von Müttern Perfektion erwartet, während das sprichwörtliche „Dorf“ zur Kindererziehung längst verschwunden ist. Wenn du dich auf den Montag freust, weil die Arbeit oder der Kindergarten dir die einzige Atempause verschaffen, ist das kein Versagen – es ist ein Hilfeschrei nach Selbstfürsorge.

Regretting Motherhood: Warum das nichts mit fehlender Liebe zu tun hat

Viele verwechseln diese beiden Dinge, aber sie haben nichts miteinander zu tun. Regretting Motherhood bedeutet nicht, dass du dein Kind nicht liebst. Es bedeutet:

  • Dass die Umstände der Mutterschaft zu viel Druck erzeugen.

  • Dass die gesellschaftlichen Anforderungen deine persönlichen Grenzen überschreiten.

  • Dass du dich in der Rolle als Mutter isoliert oder unsichtbar fühlst.

Das Tabu der „dankbaren Mutter“:

Sätze wie „Sei doch froh, dass sie gesund sind“ oder „Genieß die Zeit, sie werden so schnell groß“ sind toxisch für jemanden, der gerade am Limit ist. Sie erzeugen Scham und triggern den Druck, noch mehr leisten zu müssen. Wichtig für dich: Du musst nicht noch „dankbarer“ oder „disziplinierter“ sein. Du brauchst Entlastung.

Ein ehrlicher Moment: Die überflutete Küche (Warum ich heute tue, was ich tue)

Ich erinnere mich noch genau an einen Nachmittag, der eigentlich schön werden sollte. Ich hatte meine Jungs extra früher aus Kita und Schule abgeholt.

Ich wollte Plätzchen backen, Tee trinken, ein bisschen die Zeit genießen und einfach mal wieder das Gefühl haben: „Ich habe alles im Griff. Ich bin eine gute Mama.“

Der Teig war schon vorbereitet, die Ausstecher lagen bereit.

Doch schon in der ersten Minute begannen die beiden Großen zu streiten.

Ich versuchte ruhig zu bleiben, die beiden zu beruhigen und wollte diesen Nachmittag nicht „aufgeben“. Dann weinte das Baby.

Ich stillte es auf der Couch, während die beiden weiter stritten.

Schließlich schickte ich den Großen für eine kurze Auszeit in sein Zimmer, weil ich es nicht mehr ausgehalten habe.

In diesem einen Moment schob mein Zweijähriger einen Esszimmerstuhl in die Küche, drehte den Wasserhahn auf und richtete den Strahl über die Arbeitsplatte.

Als ich es wenige Augenblicke später bemerkte, stand die komplette Küche bereits unter Wasser.

Nicht ein bisschen. In den Schubladen, unter den Fußleisten, überall.

Ich stillte mit der einen Hand, versuchte mit der anderen Hand das schlimmste zu beseitigen, und irgendwann stand ich mit Tränen in den Augen mitten in dieser komplett überfluteten Küche und dachte:

„Vielleicht bin ich einfach keine gute Mutter.“

Ich brauchte mehr als zwei Stunden um alles wieder trocken zu wischen. Ich nahm Fußleisten ab, räumte Schubladen aus und dabei wurde mir klar, dass ich einfach am Limit war. Ich brauche dringend Zeit für mich, muss mich wieder mehr um mich kümmern.

Und genau deshalb tue ich heute, was ich tue

Ich begleite Frauen, die sich in genau diesem dunklen Labyrinth befinden, in dem ich damals stand:

  • Frauen, die nur noch funktionieren, statt wirklich zu leben.

  • Frauen, deren innere Batterie nicht nur leer, sondern ausgebrannt ist.

  • Frauen, die sich unter der Last der Erwartungen unglücklich fühlen.

Ich möchte dir zeigen, dass es einen Ausweg gibt.

Und nein, du musst dafür nicht dein ganzes Leben umkrempeln.

Es sind die sanften, realistischen und absolut alltagstauglichen Schritte, die den Unterschied machen.

Du musst diesen Weg nicht alleine gehen. Wenn du bereit für Veränderung bist, begleite ich dich bei deinem ersten Schritt zurück zu deiner Balance.

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Disclaimer: Diese Inhalte dienen der Selbsterfahrung und ersetzen keine psychologische Therapie. Bei schwerer Belastung wende dich bitte an entsprechende Fachstellen.